Meldung:
StädteRegion Aachen, 20. Januar 2012
AsF und Jusos in der StädteRegion starten Informationskampagne gegen K.o.-Tropfen
„Nicht abtauchen, sondern anpacken!“
Wie Opfer Hilfe erlangen
K.o.-Tropfen sind Substanzen, die ahnungslosen Frauen und Männern heimtückisch ins Getränk gemischt werden mit dem Ziel, das Opfer wehrlos zu machen. Meistens handelt es sich bei den Tropfen um GHB. K.o.-Tropfen sind farb- und geruchslos.
Meist werden die Tropfen in ein offen stehendes Getränk gegeben, so dass Betroffene sie meistens auch nicht schmecken können. Ziel sind sexuelle Handlungen – von Nacktfotos bis zu Vergewaltigungen – und Raub.
Hohe Dunkelziffer„Anfragen bei Hilfsinstitutionen in Aachen, Köln, Bonn und Bielefeld haben ergeben, dass acht bis zwölf Fälle pro Jahr in der jeweiligen Hilfsinstitution registriert werden. Die Dunkelziffer wird jedoch viel höher geschätzt“, weiß Daniela Jansen, Vorsitzende der AsF Stadt Aachen. Abhängig von der körperlichen Verfassung des Opfers, der Dosierung der Tropfen und der Kombination mit anderen Rauschmitteln (z.B. Alkohol) führt die Einnahme von K.o.-Tropfen zu motorischen Störungen, Unwohlsein und Übergeben, Bewusstseinsbeeinträchtigung sowie Gedächtnisverlust. Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen einen Flyer mit dem Titel „Nicht abtauchen, anpacken“ entworfen, in dem erklärt wird, wie Betroffene und Freunde sich bei einem K.o.-Tropfen-Verdacht so verhalten, dass das Opfer best- und schnellstmögliche Hilfe erhält. Da K.o.-Tropfen sehr schnell vom Körper abgebaut werden, sollte möglichst direkt eine Blut- und Urinprobe entnommen werden.
Diese Flyer verteilen AsF und Jusos am Samstag, 28. Januar, ab 20 Uhr in der Aachener Pontstraße und Diskotheken der StädteRegion an junge Erwachsene. Zusätzlich zu der Informationskarte wird es außerdem von AsF und Jusos finanzierte „Spikies“ geben, die als Flaschenschutz vor K.o.-Tropfen dienen.
Neben der Informationskampagne setzen sich AsF und Jusos außerdem dafür ein, dass die Thematik K.o.-Tropfen in Fortbildungsseminaren des Rettungswesens sowie von Gastronomie und Sicherheitsunternehmen innerhalb der StädteRegion Aachen aufgenommen wird. Die Organisatoren werden entsprechende Infoschreiben an die betroffenen Institutionen versenden und damit das Bewusstsein für die Thematik schärfen. Denn: „Damit die Verabreichung von K.o.-Tropfen schnellstmöglich nachgewiesen und damit den Opfern geholfen wird, ist es wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen“, so Daniela Jansen.
Weitere InfosWeitere Informationen zur Kampagne gibt es auch im Internet unter:
www.ko-tropfen.jusos-aachen.de.
Kontakt:
Daniela Jansen (
Vorsitzende AsF Stadt Aachen)
Telefon: 0163-2516866
eMail: daniela.jansen.asf@gmail.com
Désirée Müller (
Pressesprecherin AsF Kreis Aachen)
Telefon: 0177-3289749
eMail: mail@desiree-mueller.de Über